Familie mit Hund auf dem SofaWenn Sie Tiere halten, gehen Sie jede Menge Verpflichtungen ein. Egal, ob es sich um ein Haustier handelt oder um reine Nutztiere, Sie müssen sich um deren Wohlergehen kümmern. Gleichzeitig darf von den Tieren keinerlei Gefahr für den Menschen ausgehen. Damit Sie zumindest finanziell abgesichert sind, falls doch einmal etwas passiert, sollten Sie sich rechtzeitig vor der Anschaffung eines Tieres über entsprechende Versicherungen informieren.

Haftpflichtversicherungen für größere Tiere

Dass von Goldfisch, Kanarienvogel oder Hamster schwerwiegende Schäden verursacht werden, kommt eher selten vor. Deshalb gibt es für Kleintiere auch keine speziellen Versicherungen. Wenn mit Ihrer Katze einmal der Gaul durchgeht und sie des Nachbars teuren Seidenvorhang mit ihrem Kletterbaum verwechselt, können Sie den entstandenen Schaden über Ihre private Haftpflichtversicherung abwickeln. Nicht so bei Hunden und Pferden, für diese Tiere gibt es eigene Tierversicherungen. Die Tierhaftpflicht tritt für Fremdschäden ein, die von Ihrem vierbeinigen Liebling verursacht werden. Immer wieder kommt es zum Beispiel vor, dass durch Hunde, die unachtsam auf die Straße springen, Verkehrsunfälle ausgelöst werden. Vielleicht macht Ihr Hund einen falschen Schritt zur Seite, kommt vom Gehweg auf den Fahrradstreifen und ein vorbeifahrender Radler stürzt unglücklich. Die Behandlung des Verletzten kann eine schöne Stange Geld kosten, die Ihren verfügbaren finanziellen Rahmen um ein Vielfaches übersteigt. Ebenso kann ein Pferd, das in Panik gerät, immensen Schaden verursachen.

Krankheit, Tod, Diebstahl – Tiere können versichert werden

Darüber hinaus kann für Haustiere auch eine Tierkrankenversicherung abgeschlossen werden. So sind teure Operationen und eventuell sogar alle fälligen Impfungen abgedeckt. Welche Leistungen bei der Krankenversicherung für Tiere genau eingeschlossen sind, ist bei den verschiedenen Versicherungsgesellschaften unterschiedlich und kann auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt werden. Besonders die tierärztliche Behandlung von Pferden kann sich im Geldbeutel deutlich bemerkbar machen. Tierkrankenversicherungen gibt es im Übrigen auch für Katzen. Nutztiere stellen für ihre Besitzer oft einen Teil der Lebensgrundlage dar und sie zu verlieren, bedeutet einen nicht wiedergutzumachenden finanziellen Schaden. Für Stall- und auch Weidetiere werden deshalb Lebensversicherungen oder Diebstahlversicherungen abgeschlossen. Verlieren Sie zum Beispiel ein oder mehrere Rinder oder Kühe durch Krankheit oder Trächtigkeit, erhalten Sie eine Entschädigung. Auch bei Diebstahl oder mutwilligem Abschlachten greift die Tierlebensversicherung bzw. die Diebstahlversicherung. Ganz besonders Weidetiere wie Schafe sind den äußeren Einflüssen ausgeliefert.

Welche Versicherungen machen Sinn?

Auch in puncto Tierversicherung gilt: Vorsicht ist besser als Nachsicht. Deshalb sollten Sie als Tierhalter vorausschauen und sich über notwendige Tierversicherungen gründlich informieren. Zwar ist beispielsweise die Hundehaftpflicht nicht absolut verpflichtend, sie sollte aber dennoch für jeden Hundehalter selbstverständlich sein. Die relativ geringen Versicherungsbeiträge stehen in keinem Verhältnis zum Schaden, der entstehen kann. Ob Sie für Ihre Tiere auch Krankenversicherungen abschließen möchten, müssen Sie selbst abwägen. Dass eine im Haus gehaltene Katze einen geringeren Arztkostenaufwand verursachen wird als ein Rassepferd, das fit für Turniere sein muss, liegt auf der Hand. Wie bei allen anderen Versicherungen auch hilft bei den Tierversicherungen ein Vergleich bares Geld zu sparen.

Image: Deklofenak – Fotolia.com

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